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Orchideenschutz
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Im
Tecklenburger Land gibt es noch bemerkenswerte Standorte einiger einheimischer Orchideen.
Obwohl alle Arten dieser Familie gesetzlichen Naturschutz genießen, sind seit etwa zwei
Jahrzehnten wachsende Bedrohung und rapider Rückgang zu beklagen.
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Ein Großteil der Orchideen unseres Gebietes ist sehr licht- und
wärmebedürftig, bevorzugt daher offene Triften, lichte Gebüsche und Sekundärbiotope
des Menschen (meist auf Kalk). Andere Arten sind ausgesprochen Waldorchideen. Ihre
entsprechende Gesellschaft hier ist der Kalk-Buchenwald. Wenige Arten bevorzugen extensive
Feuchtwiesen und anmoorige Stellen.
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Die
Bedrohungen und Gefährdungen unserer letzten Orchideen-Lebensräume sind vielfältig. Ihr
Rückgang wird verursacht durch:
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jedwede
Düngung des Standortes.
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Entwässerung
und Intensivierung alter Feuchtwiesen und Heiden.
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Umwandlung
des bodenständigen Kalk-Buchenwaldes in Fichten- und Pappelkulturen.
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Verbuschung
und Verschattung an Standorten lichtliebender Arten.
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Orchideenbesessene
Fotografen und Seltenheitsfanatiker, die durch ständiges Betreten,
Beliegen und Freizupfen Schäden anrichten.
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Ausgraben.
Alle Orchideen sind geschützt. Das Ausgraben stellt eine Straftat dar.
Alle Wildorchideen verkümmern im Hausgarten nach kurzer Zeit!
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Wir
bemühen uns, in Arbeitseinsätzen die bekannten Standorte zu retten und nach Möglichkeit
neue zu schaffen. Ein wirksamer Schutz dieser hochgradig gefährdeten Arten kann nur den
Schutz ihrer Lebensräume bedeuten.
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